Bernd Kirschner „Morphische Felder“

 AUSSTELLUNG: 24.09. – 03.12.2017

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Relocation, 2015, Öl auf Leinwand, 200 x 250 cm, © Bernd Kirschner

 

Der aufstrebende deutsche Künstler Bernd Kirschner präsentierte in der Galerie M eine Auswahl seiner neuen, stimmungsvollen Arbeiten! Nach zahlreichen Ausstellungen unter anderem in Berlin, Paris, Porto, Asien und den USA finden die Werke Bernd Kirschners nun zum zweiten Mal ihren Weg nach Riegel.

Bernd Kirschner studierte von 2000 bis 2006 Bildende Kunst an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart mit Studienaufenthalten in Großbritannien. In Stuttgart erhielt er in den Jahren 2002 und 2004 auch den Akademiepreis. Daran schlossen sich in den folgenden Jahren viele weitere Preise und Stipendien an, wie der Förderpreis der Stadt Konstanz, das Beijing Studio Scholarship, sowie auch das Atelierstipendium des Künstlerhauses Edenkoben. 2015 war er als Gastdozent in Huangzhou in China.

Der Künstler wurde 1980 in Memmingen geboren und lebt mittlerweile in Berlin, wo seine eindrucksvollen Gemälde entstehen.

Seine Werke sind hauptsächlich gegenständlich, mit Anleihen aus der metaphysischen, surrealistischen Malerei und traditionellen chinesischen Malerei. Die Motivik seiner Acryl- und Ölgemälde reicht dabei von friedlichen, phantastischen Landschaften bis zu mythologischen Figurationen hinter dezent verschleiernden Nebelschwaden. Er greift dabei auch immer wieder das Motiv des Wassers auf, welches von seiner feinen Farbpalette unterstützt wird.

Sein Ziel ist es in seinen Gemälden nicht eine Nachahmung, sondern eher eine Vorahnung der Wirklichkeit zu sein und ihr voranzugehen.Die Darstellungen befinden sich dabei immer im Spannungsfeld zwischen Illusion und Wirklichkeit.

Diese Schau war vom 24. September 2017 bis zum 3. Dezember 2017. Die Werke sind verkäuflich; bei Interesse melden Sie sich bitte telefonisch unter der Tel: +49(0) 7642 920 162 0 oder unter info@galerie-messmer.de. Wir beraten Sie gerne!

Michel Kirch „The Origin of Light“

 

AUSSTELLUNG: 16.07. – 10.09.2017

L'horizon vertical, 2011, Harman Fine Art Papier auf Dibond unter Diasec   L`horizon vertical, 2011, Harman Fine Art auf Dibond unter Diasec, 100 x 80 cm

Der weltweit gefragte Starfotograf Michel Kirch präsentiert in der Galerie M erstmals eine Auswahl seiner preisgekrönten Arbeiten in Deutschland!

Seit Januar 2017 reiht sich in die lange Liste seiner internationalen Auszeichnungen auch der begehrte Preis zum „besten monochromen Fotografen des Jahres“ ein. Im März 2017 gewann er die „32. Chelsea International Fine Art Competition (Manhattan)“ und ist Träger des „Creative Quarterly 2017 (Fine Art Professional)“-Preises. Die Aufzählung ließe sich weiter fortsetzen.

Der 1959 in Metz/Frankreich geborene Künstler kreiert eindrucksvolle Werke von teilweise monumentaler Größe, die sich jenseits der herkömmlichen Bewertungskriterien der Ästhetik bewegen. Die eindringlichen, fast verstörend intensiven Fotografien ziehen den Betrachter augenblicklich in ihren Bann und lösen eine wahre Flut von Emotionen aus.

Das Hauptinteresse des Künstlers liegt nicht in der Dokumentation von real existierenden Landschaften. Er experimentiert mit der subjektiven Wirkung, die seine „inneren Landschaften, die Geographien der Seele“ beim Betrachter auslösen.

Die größte und spannendste Herausforderung für Kirch stellt die Konstruktion einer Fiktion aus den Bausteinen und Materialien der Realität dar – was ihm wirklich meisterhaft gelingt! Er lässt Poesie aus miteinander verwobenen visuellen Bildelementen entstehen, die durch die Verfremdung der Realität nicht unreal, sondern surreal erscheinen.

Kirch komponiert und konstruiert kryptische Landschaften und teilweise apokalyptische urbane Szenerien, die er aus verschiedenen seiner Einzelaufnahmen zusammensetzt. Dabei ist er stets auf der Suche nach seiner „eigenen Version der Realität“, einem traumähnlichen, beinahe mystischen Ort, verborgen unter der Oberfläche des Sichtbaren und Greifbaren.

Er schafft so fantastische Welten voller Licht und Schatten an der Grenze zwischen Realität und Fiktion, in der die oft unbekleideten menschlichen Figuren wie versprengte Statisten suchend umherirren oder mit dem detailreichen Bildgrund zu verschmelzen scheinen.

Trotz der zurückgenommenen Monochromie wirken Kirchs Arbeiten nicht düster, sondern strahlen eine große Ruhe und eine unverwechselbare Ästhetik aus. Und die eindringliche Botschaft des Künstlers, dass es „die eine, absolute und allgemein gültige Realität“ in unserer Welt der Digitalisierung und Vernetzung nicht mehr gibt.

Informationen zum Künstler: www.michelkirch.com

Sylvette David – Die Muse Picassos

AUSSTELLUNG: 14.06.2017-12.07.2017

Anlässlich ihrer 25. Ausstellung widmet sich die kunsthalle messmer ab dem 24. Juni 2017 bis zum 12. November 2017 den Frauen im Leben des großen Malers der Moderne, Pablo Picasso. Als unerschöpfliche Quellen der Inspiration beeinflussten sie sein künstlerisches Œuvre.

Einige der Gefährtinnen Picassos waren selbst Künstlerinnen; so auch die Französin Sylvette David (*1934). Der damals 19-Jährigen mit dem blonden Pferdeschwanz begegnete der Künstler im Frühjahr 1953 in Vallauris. Das junge Mädchen stand ihm jahrelang Modell: Innerhalb von nur drei Monaten entstand seine Porträtserie „Sylvette“ mit über 50 Gemälden und Zeichnungen von ihr, welche sie weltberühmt werden ließ. Bekannte Persönlichkeiten wie Brigitte Bardot rezipierten ihre Frisur.

Die heute über 80-jährige Künstlerin, umgetauft auf den Namen Lydia Corbett, wird in der galerie m eigene Werke, die einen deutlichen stilistischen Bezug zu Picasso aufweisen, präsentieren. Sie fokussiert sich innerhalb ihres künstlerischen Gesamtwerkes auf Aquarellarbeiten und Keramik, wobei die Motive für den Betrachter bewusst frei im Raum schweben. Sofort fällt dabei auch die Rezeption Marc Chagalls ihrerseits auf. Als Sujet tauchen immer wieder Blumen in unterschiedlichen Formen und Farben auf. Durch die wiederkehrende Übernahme von religiösen Elementen offenbart sich darüber hinaus ihre Frömmigkeit.

Diese Schau wird vom 14. Juni 2017 bis zum 12. Juli 2017 für Sie geöffnet sein. Die Werke sind verkäuflich; bei Interesse melden Sie sich bitte telefonisch unter der Tel: +49(0) 7642 920 162 0 oder unter info@galerie-messmer.de. Wir beraten Sie gerne!

MYLÈNE MAI „OPTICAL FLOW“

AUSSTELLUNG: 07.05. – 11.06.2017
VERNISSAGE: Sonntag, 07.05.2017, 11:00 Uhr (Die Künstlerin ist anwesend!)

Die Galerie M präsentiert vom 7. Mai bis zum 11. Juni 2017 14 brandneue und noch nie gezeigte Arbeiten von Mylène Mai. Die expressiven und fesselnden Exponate sind Gemälde und Skulptur zugleich und haben eine starke Wirkung, der man sich als Betrachter kaum entziehen kann.

Mylène Mai, eine bemerkenswerte junge Künstlerin mit großem Potential, wurde 1988 in Frankreich geboren. Ihre Arbeiten befinden sich in zahlreichen namhaften Privatsammlungen. Ihr Käuferkreis wächst enorm schnell und beständig an, so dass ihre letzten Ausstellungen beinahe alle bis zum letzten Werk ausverkauft waren.

GRANDES ECAILLES n°0, 2017, Gips, strukturiert und patiniert

Die promovierte Geisteswissenschaftlerin interessiert sich in ihren farbintensiven Werken vor allem für die bildhafte Umsetzung der Beziehung zwischen äußerer Ästhetik und der dadurch beim Betrachter hervorgerufenen Emotionen.
Und die sind in der Tat vielfältig: von schwungvoll und dynamisch über hypnotisch und poetisch reichen die Empfindungen beim Erleben dieser außergewöhnlichen Werke, die sich doch jeder Beschreibung entziehen.Die Entstehung ihrer Arbeiten ist ein Kräfte fordernder, handwerklicher Prozess. Mit verschiedenen scharfen Werkzeugen gräbt die junge Künstlerin Strukturen in dicke Gipsplatten, deren Oberflächen sie anschließend aufwändig patiniert.

Die monochromen Werke sind in intensiven Farben gehalten und leben durch die einzigartige Dynamik der Strukturen, die gelegentlich an windgepeitschten Regen, umherwirbelnde Blätter, die Borke uralter Bäume oder Wellen erinnern. Tatsächlich erhält Mylène Mai ihre Inspirationen aus der Natur und verwendet ausschließlich natürlich vorkommende Materialien wie Gips und natürliche Pigmente.

GRANDES ECAILLES n°22, 2017, Gips, strukturiert und patiniert

Der Faktor Zeit spielt ebenfalls eine zentrale Rolle in der unverwechselbaren Kunst der jungen Französin. Durch künstliche Alterungsprozesse, wie die Simulation von Abrieb- und Gebrauchsspuren auf der Oberfläche ihrer Werke, wählt sie für jedes Werk einen charakteristischen Moment der Patinierung, der jede Arbeit so einzigartig werden lässt wie einen Fingerabdruck.

Hier zeigen wir Ihnen einige Impressionen von der Vernissage am Sonntag, den 7. Mai 2017.

Vernissage Mylène Mai

DORIS MARTEN „LINEARE SPHÄREN“

AUSSTELLUNG: 26.02. – 30.04.2017
VERNISSAGE: Sonntag, 26.02.2017, 11:00 Uhr (Die Künstlerin ist anwesend!)

Die in Berlin lebende Künstlerin Doris Marten hat sich in der Vergangenheit mit zahlreichen landesweiten Einzel- und Gruppenausstellungen einen Namen gemacht und ist mittlerweile fester Bestandteil der heiß umkämpften Kunstlandschaft der Hauptstadt.

Ihre abstrakten Werke, sinnliche Kompositionen in feinen Tonabstufungen, haben hohen Wiedererkennungswert. Sie fesseln den Betrachter als vibrierende Farbfelder und vermitteln bei all ihrer Bewegtheit gleichzeitig eine große Ruhe. Sie bestechen ebenso durch ihre außerordentlich hohe handwerkliche Präzision, wie auch durch ihre zarte Schönheit und scheinbare Fragilität.

LONo3, 2016, Künstlertusche auf Alu-Dibong, Assemblage, ca. 92 x 95 cmm

LONo3, 2016, Künstlertusche auf Alu-Dibond, Assemblage, ca. 92 x 95 cm. © Doris Marten

Die Galerie M präsentiert eine Werkschau mit 22 Arbeiten der Serie „Borderlines“, die seit 2012 entsteht und im Werk der 1971 geborenen Künstlerin einen bedeutenden Stellenwert einnimmt. Sie wird beständig durch neue Arbeiten ergänzt, von denen einige nun erstmals im Rahmen der Ausstellung „Lineare Sphären“ gezeigt werden.

Bei Interesse melden Sie sich bitte telefonisch unter der Tel: +49 (0) 7642 920 162 0 oder unter info@galerie-messmer.de. Wir beraten Sie gerne!

André Evard – Traumlandschaften

AUSSTELLUNG: 20. NOVEMBER 2016 BIS 19. FEBRUAR 2017
VERNISSAGE: SONNTAG, DEN 20. NOVEMBER 2016, 11:00 UHR

Sie sind nicht von dieser Welt – die Landschaften von André Evard. Lichtwirbel erscheinen vor dem Auge des Betrachters, atmosphärisch aufgeladene Kompositionen, die den Eindruck erwecken, als seien sie einem Traum entsprungen!

André Evard, Hommage an Turner, 1955, Öl auf Hartfaserplatte, 27 x 40 cm.

André Evard, Hommage an Turner, 1955, Öl auf Hartfaserplatte, 27 x 40 cm.

Oft erst auf den zweiten Blick erschließt sich der inhaltliche Gehalt der Gemälde. So verbergen sich hinter den atemberaubenden Sonnenuntergängen gelegentlich religiöse Hinweise, ebenso wie sich Mahnungen an die Vergänglichkeit alles Irdischen erkennen lassen.

Die Bandbreite der Landschaftsdarstellungen im Werk von André Evard ist enorm, die künstlerische Entwicklung dieses Wegbereiters der Moderne lässt sich exemplarisch an den Werken der Ausstellung nachvollziehen. So finden sich unter den frühen Gemälden Evards Beispiele, die klar vom Jugendstil geprägt sind. Verträumte und ornamentale Abbilder realer Landschaften, die mit ihrer Schönheit jeden Betrachter gefangen nehmen.
Darauf folgen impressionistische Arbeiten, die gleich einer Momentaufnahme nicht die Landschaft selbst, sondern vielmehr deren Eindruck im Auge des Betrachters festhalten. Die fast flüchtige Malweise dieser Werke lässt das Interesse des Malers an dieser damals völlig neuen und revolutionären Auffassung der Malerei erkennen.

André Evard, Landschaft in Blau und Gelb, 1908.

André Evard, Landschaft in Blau und Gelb, 1908.

Spätere Werke wiederum erinnern an surrealistische Landschaften. Andere scheinen sich nahtlos in das Oeuvre eines Henri Michaux einzufügen, der, ähnlich wie Evard, Werke schuf, die in ihrer Intensität, Farbigkeit und schier grenzenlosen Fantasie zugleich atemberaubend wie verstörend wirken.

Neben den gegenständlichen Werken Evards zeugt sein Spätwerk von der intensiven Auseinandersetzung des Künstlers mit der Abstraktion. Sie gipfelt in Kompositionen, die in konstruktiver Manier zersprengte Fragmente von Landschaften und architektonischen Komponenten wiedergeben. Ein spannungsvoller Kontrast zu seinen frühen Interpretationen ähnlicher Motive und zugleich Zeugnis des Innovativen Geistes dieses großen Künstlers der Schweizer Moderne.

Marisa Ferreira, Depth, Space & Colour

Marisa Ferreira, Depth, Space & Colour

Ausstellung: 29.05 – 24.08. 2016

ASYMMETRIC COMPOSITIONS III_ (2)

Komplett ausverkauft war die letzte Ausstellung der Portugiesin Marisa Ferreira in der galerie messmer. Erst 33 Jahre alt, war die Künstlerin von Amerika bis nach China schon in vielen Ausstellungen vertreten. Sie ist fest in der internationalen Kunstwelt etabliert. Ab dem 29.05.2016 wird sie mit den neuesten Werken Ihres Schaffens wieder in Riegel gezeigt.

Mit großformatigen Arbeiten ist Marisa Ferreira auf vielen öffentlichen Plätzen und in Sammlungen präsent. So war monumentale Installation beispielsweise an der Fassade des Osloer Hauptbahnhofs. Zu den öffentlichen Sammlungen, in welchen Ferreira vertreten ist gehört das Museum Stavager, Norwegen.

Die drei Hauptkomponenten Farbe, Form und Raum vereint sie spannungsvoll zu dreidimensionalen Kompositionen. Die Bewegung des Betrachters wird dabei geradezu herausgefordert: erst im umschreiten des Werkes werden die einzelnen Muster und Farbstrukturen mit ihren verschiedenen Facetten sinnlich erlebbar! Es entsteht ein Raum-Zeit-Kontinuum, welches den jeweiligen Standpunkt des Betrachters direkt in das Bild einbezieht und damit über die passive visuelle Begegnung mit dem Kunstwerk hinausgeht.

Inspiration findet Marisa Ferreira in wissenschaftlichen Theorien zur menschlichen Wahrnehmung und Phänomenolgie. Diese übersetzt sie, in ihren hauptsächlich aus Aluminium und Sperrholz gearbeiteten Werken, in thematische Sequenzen.

Die Kunst ist von Leonardo Fibonaccis natürlichen Zahlenfolgen inspiriert. Ihrem Konzept aus „Zigzag“ Strukturen bleibt sie dabei auch in ihren neuen Werken treu. Diese sind zudem von Ideen des Philosophen Maurice Merlau-Ponty und des deutschen Physikern Werner Heisenberg beeinflusst. Vor allem in Ihrem Ausdruck des Raum-Zeit Verhältnisses findet sich Heisenbergs Modell der Quantenmechanik wieder. Die Werke ändern sich je nach Betrachtungswinkel. So wird der Besucher zum aktiven Bestandteil ihres Werkes. Damit vermittelt Ferreira soziale Zusammenhänge auf Basis von  Merleau-Ponty’s Thesen. Es wird betont, dass das einzelne Subjekt immer in einem ganz persönlichen Verhältnis zu seiner Umwelt und zu seinem gesellschaftlichen Umfeld steht.

SEO – Raum für Dich (Room for you)

27.08.2016 – 23.10.2016

Die galerie messmer beherbergte diesen Sommer einen besonderen Gast: Die koreanische Künstlerin SEO aus Berlin. Sie gehört zu den Stars der zeitgenössischen Kunstszene! Ihre Arbeiten sind ein Spiel aus Farben und Perspektive, mit denen sie die Empfindungen des Betrachters immer wieder heraus fordert.

Geboren um 1977 in Gwangju, in der Provinz von Seoul, zieht SEO 2001 nach Berlin, um die Universität der Künste zu besuchen. Dort wurde sie von 2003 bis 2004 Meisterschülerin bei Professor Georg Baselitz.

Neben hochkarätigen Preisen wie dem „Beijing Art Award“, dem „Meilenstein“ des Leopold-Hoesch-Museums oder dem „Award of Excellent Painting“ des National Art Museum of China hat SEO auch ein Stipendium als beste Studentin der Cho-sun Universität erhalten.  Sie nahm bereits an mehreren Biennalen Teil, wie der 54. Biennale in Venedig oder der Animamix Biennale in Shanghai. Dabei sind ihre Werke bereits in bedeutenden Sammlungen vertreten wie der des MoMA (Museum of Modern Art), dem Bundeskanzleramt, der Deutschen Botschaft in Teheran und dem Museo de Bellas Artes in Santander, Spanien. Zahlreich sind auch die Einzel- und Gruppenaustellungen in bedeutenden Galerien und Museen der Welt, von New York nach Berlin, von Beijing nach Mailand.

Schlussendlich beschreibt SEO ihre Arbeiten wie folgt: „Ich habe in meinen Arbeiten stets das Thema der Globalisierung und ihre Auswirkungen auf die Umwelt, Kultur und den Menschen in den Mittelpunkt gestellt. Dabei nutze ich die Technik der Collagierung, Dekonstruktion, Konstruktion von Bildelementen sowie Motiven fernöstlicher und westlicher Lebenswelten, um mich der Thematik sowohl formal als auch inhaltlich aus verschiedenen Positionen zu nähern und dabei immer wieder das Wesen der Dinge herauszuarbeiten“.

SEO, Raum für dich (Room for you), 2016, Acryl auf Leinwand, 200 x 165 cm.

SEO, Raum für dich (Room for you), 2016, Acryl auf Leinwand, 200 x 165 cm.

Die Ausstellung der koreanischen Künstlerin SEO in der galerie messmer war ein großer Erfolg. Es wurden großtenteils neue Arbeiten gezeigt, die noch nie vorher in der Öffentlichkeit präsentiert wurden.

galerie messmer

SCHAREIN – FARBFELDMALEREI AUF DEN PUNKT GEBRACHT

Scharein: Farbfeldmalerei auf den Punkt gebracht 

AUSSTELLUNG: 28. Februar bis 25. Mai

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Scharein, Lichtgestalt 2010.

Nach dem großen Erfolg in 2014, hat die Galerie Messmer jetzt zum zweiten Mal die Ehre beeindruckende Werke von Günter Scharein auszustellen. Die Farbfelder des Berliner Künstlers erlauben ein Eintauchen in ungegenständliche, wie aus Licht bestehende, Farb-Raum-Flächen. Flanieren Sie durch völlig neue Welten des Seins.

Geboren 1949 in Niedersachsen, schmücken Schareins Werke heute die wichtigsten aller Sammlungen wie z. B. des Deutschen Bundestags, der Daimler Collection und der Staatsgalerie Stuttgart. Die Reden an seinen Vernissagen werden unter anderem von populären Persönlichkeiten wie Dr. Gregor Gysi gehalten, so war es zuletzt  in der Berliner Ausstellung der Firma Sanofi-Aventis – nur Schareins Bilder selbst, sind noch überzeugender.

Als „zickig“ beschreibt der Maler die Farbe Gelb und offenbart damit den menschlichen Aspekt in seinen akribischen Farbstudien. Das Emotionale ist in der Tat ein Hauptakteur in Schareins Werken. Der Künstler wünscht sich „dass sich die Betrachter mit Ihrer ganzen Erfahrung, Sinnlichkeit und Spiritualität“ auf seine Bilder einlassen.

Zeitgleich geht er mit größter Präzision und Genauigkeit vor, um die autonomen Eigenschaften in jeder Farbe zu ergründen. Der künstlerische Prozess basiert auf akkuratem Auftrag winziger Farbtupfer. Vom resultierenden Effekt machten schon die Pointilisten Gebrauch. Die minutiösen Punkte verschwimmen vor den Augen der Betrachter zu emotionsgeladenen „Farblandschaften“. Bis zu 17 farblich verschiedene Farbpunkte sind auf einem (!) Quadratzentimeter zu finden.

Diese entwickeln sich zu großen Pulsierenden Flächen mit einer Leuchtkraft von schier unglaublichem Ausmaß. Die Werke schwingen, vibrieren und verändern sich je nach Lichtverhältniß und Betrachtungswinkel. Schareins Bilder leben und strahlen unbändige Lebensfreude, Vitalität und Vielfalt aus. Lassen Sie sich anstecken und verzaubern!

„Urbane (T)Räume in Blau“, Romain Burgy & Nabil Gharsallah

15. November 2015 – 25. Januar 2016
Vernissage am 15. November 2015 um 11 Uhr

Der Kölner Künstler Romain Burgy, der 1952 in Frankreich geboren ist, und sein Schüler Nabil Gharsallah, setzen sich mit dem Thema der Wohnwelten auseinander. Die Urbanisierung, also die Ausbreitung und Veränderung städtischer Lebensformen, ist das Thema der Ausstellung „Urbane (T)Räume in Blau“. In ihren Werken stellen Burgy und Gharsallah den Wachstum der Städte aber auch die Wohnverhältnisse deren Bewohner dar. Dieses äußerst aktuelle Thema soll dem Betrachter die Sichtweise der Künstler auf die Wohnkulturen verschiedener sozialer Schichten sowie den Menschen in seinem Alltag präsentieren.

Unabhängig von den teilweise schwierigen Wohnverhältnissen der Menschen, stecken Burgys Werke voller Lebensfreude und motivieren auf eine sonnige Zukunft. 2010 hat der Künstler mit den Werken zu dem Motto „Better City, better Life“ die zeitgenössische Kunst der Bundesrepublik im Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung Expo in Shanghai vertreten. „Ich gebe nie etwas wieder, wie ich es gesehen habe, sondern wie ich es sehen will“, so Romain Burgy. Seine Bilder leuchten von innen heraus und deren Meisterwerke, Menschen und Stimmungen fängt der Künstler in kräftigen Farben ein. In jedem Bild ist die fliegende Zitrone zu entdecken, die Burgy, statt seines Namens, als seine ganz individuelle Signatur verwendet. Sie ist das Sinnbild für das Mediterrane, den Süden, die Sonne.

Das intensive, strahlende Blau hat eine besondere Bedeutung für den Künstler und ist wie die fliegende Zitrone sein Markenzeichen. Einerseits deutet die blaue Farbe auf die Herkunft des Künstlers – den Mittelmeerraum – hin. Das Licht und Farben dieser Region haben den Künstler bereits in seiner Kindheit geprägt und inspiriert. Anderseits hat die Farbe Blau für Burgy einen tiefen geistigen Sinn: So verkörpert das Blau als Farbe des Himmels die Unendlichkeit unserer Möglichkeiten und steht symbolisch für die Sehnsucht und Phantasie… Mag sich hierin eine Sehnsucht nach einer besseren Welt ausdrücken? Das kräftige Blau versetzt den Betrachter in einen Zustand des Träumens und führt ihn zu seiner ernsthaften Sicht der Dinge nach innen. Nicht zufällig soll der Betrachter die urbanen Räume in Blau wahrnehmen.

Wie z. B. Yves Klein mit seinen blaumonochromen Bildern stellen einige Künstler der Kunstgeschichte die Farbe Blau in den Mittelpunkt ihrer Kunst. Wassily Kandinsky, der unter anderem in der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“ mitwirkte, schrieb 1910 in seinem berühmten Buch „Über das Geistige in der Kunst“: „Die Neigung des Blaus zur Vertiefung ist so groß, dass es gerade in tieferen Tönen intensiver wird und charakteristischer innerlich wirkt. Je tiefer das Blau wird, desto mehr ruft es den Menschen in das Unendliche, weckt in ihm die Sehnsucht nach Reinem und schließlich Übersinnlichem“ (Lit. Kandisnky, S.92). Doch der Ursprung der Symbolik der Farbe Blau findet sich bereits im alten Ägypten. Die Ägypter sahen im tiefen Blau des Wassers das Leben und im unermesslichen Blau des Himmels das Göttliche.

Romain Burgy hat eine unverwechselbare Bildersprache, die eine junge Generation von Künstlern inspiriert. So hat Nabil Gharsallah, ein junger, aufstrebender Künstler aus Köln, die Gelegenheit durch seinen Lehrer Romain Burgy eine einmalige Technik kennenzulernen und dabei gleichzeitig seinen individuellen Stil zu entwickeln. Neben seiner Ausbildung an der Film Acting School in Köln, widmet sich Nabil Gharsallah dem Malstudium im Atelier von Romain Burgy. Die Protagonisten, die er im Schauspiel verkörpert, finden sich in seinen Kunstwerken wieder. Das Tandem beschäftigt sich voller Optimismus und Zuversicht mit sozialen Fragen und vermittelt ihre Hoffnung in die Zukunft.