Joachim Lehrer – Die Welt hinter der Welt

8. Dezember 2019 – 16.02.2020

Die GALERIE MESSMER präsentiert ab dem 08. Dezember 2019 die kurios-idyllischen Traumlandschaften von Joachim Lehrer. Mit mysteriös-surrealem Charme skizzieren die poetischen Inszenierungen Landschaften Lehrers dystopisch anmutende Orte der Stille.

Verlassen und menschenleer, bilden die Hauptmotive von Lehrers Gemälden zumeist dem Zahn der Zeit erlegene Automobile, marode Kulturzeugnisse sowie andere Objekte des technischen Fortschritts. In sanftes Licht und pastellene Farben gehüllt, balancieren Lehrers Arbeiten zwischen Verlorenheit und Harmonie.

Denn, ähnlich den Malern der Romantik, wirft Lehrer Fragen zu unserer Zukunft auf und lädt mit seinen weitläufigen, melancholischen Szenen zur kontemplativen Betrachtung ein.

Bevor der 1954 in Reutlingen geborene Joachim Lehrer 1983 als freischaffender Künstler selbstständig wurde, arbeitete er als junger Mann zwischen 1974-1975 als LKW-Fahrer, studierte zunächst Elektrotechnik, wechselte jedoch ab 1976 zu Germanistik, Rhetorik und Kunstgeschichte. Eine Tatsache, die sich heute noch in seinen Bildwelten wiederspiegelt. So ist nicht allein seine Liebe für Automobile geblieben, sondern ist seine Arbeit auch durch die technische Raffinesse der alten Meister inspiriert.

Denn Lehrer nutzt eine aufwendige, heute kaum noch in Verwendung befindliche Harzöl-Lasurtechnik der italienischen Renaissance- und Barockzeit, mit welchen er ein übernatürlich erscheinendes Tiefenlicht in seinen Gemälden erzeugt und es zugleich schafft, eine spurlose, fotorealistisch anmutende Wirkung zu erzielen.

Seine Arbeiten faszinieren die Kunstwelt. Nahezu 200 nationale und internationale Ausstellungen widmeten sich ihm. Heute ist Joachim Lehrer aufgrund seiner außergewöhnlichen Bildwelten in vielen wichtigen internationalen Sammlungen vertreten – u.a. in der Sammlung Reinhold Würth, im Phantasten-Museum in Wien, der Sammlung Prinzessin von Hessen.

Manfred Fischer – Im Angesicht

13.10.19 – 01.12.19

Seit mitte Oktober können Sie die faszinierenden Arbeiten des Künstlers Manfred Fischer in der GALERIE MESSMER bestaunen.

Der 1950 im Münsterwald geborene Künstler studierte zunächst in Marburg Jura, wechselte nach dem ersten Staatsexamen an die Berliner Universität der Künste. Sein Kunststudium schloss er 1981 als Meisterschüler ab. Seit 1987 lehrte er an der Hochschule der Künste in Berlin sowie an der TU Braunschweig. Seine Arbeiten sind in zahlreichen nationalen sowie internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen präsent. Auch sind Fischers Werke in vielen öffentlichen sowie privaten Sammlungen vertreten, wie beispielsweise in der Sammlung des Bundeskanzleramts oder der Volkswagenwerkes.

Indianerkopf-Lithografie

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In den 70ern noch den Berliner Realisten zuzuordnen, entwickelte Fischer in den 80er Jahren eine expressiv-dynamische Ausdrucksweise, die ihn vom reinen Realismus des vorherigen Jahrzehnts entfernt hat. Noch heute sind seine Arbeiten durch einen expressiven Pinselduktus geprägt. Ein zentrales Motiv in den Arbeiten Fischers nimmt dabei der menschliche Kopf ein. Fischer verwendet diesen als Symbol für menschliche Träume und Wünsche, aber auch für tieferliegende bis verborgene Emotionen. In einem komplizierten Prozess des Farbauf- und -abtrags mit Drippings und Farbverläufen arbeitet Fischer Schicht für Schicht das Motiv eines Kopfes aus seinen dynamischen Bildwelten heraus und bietet somit eine Metapher für das menschliche Aufbegehren von Empfindungen und Assoziationen.