DORIS MARTEN „LINEARE SPHÄREN“

 

26. Februar 2017 – 30. April 2017

LONo3, 2016, Künstlertusche auf Alu-Dibong, Assemblage, ca. 92 x 95 cmmLONo3, 2016, Künstlertusche auf Alu-Dibond, Assemblage, ca. 92 x 95 cm. © Doris Marten

Die in Berlin lebende Künstlerin Doris Marten hat sich in der Vergangenheit mit zahlreichen landesweiten Einzel- und Gruppenausstellungen einen Namen gemacht und ist mittlerweile fester Bestandteil der heiß umkämpften Kunstlandschaft der Hauptstadt.

Ihre abstrakten Werke, sinnliche Kompositionen in feinen Tonabstufungen, haben hohen Wiedererkennungswert. Sie fesseln den Betrachter als vibrierende Farbfelder und vermitteln bei all ihrer Bewegtheit gleichzeitig eine große Ruhe. Sie bestechen ebenso durch ihre außerordentlich hohe handwerkliche Präzision, wie auch durch ihre zarte Schönheit und scheinbare Fragilität.

Die GALERIE MESSMER präsentiert eine Werkschau mit 22 Arbeiten der Serie „Borderlines“, die seit 2012 entsteht und im Werk der 1971 geborenen Künstlerin einen bedeutenden Stellenwert einnimmt. Sie wird beständig durch neue Arbeiten ergänzt, von denen einige nun erstmals im Rahmen der Ausstellung „Lineare Sphären“ gezeigt werden.

 

André Evard – Traumlandschaften

AUSSTELLUNG: 20. NOVEMBER 2016 BIS 19. FEBRUAR 2017
VERNISSAGE: SONNTAG, DEN 20. NOVEMBER 2016, 11:00 UHR

Sie sind nicht von dieser Welt – die Landschaften von André Evard. Lichtwirbel erscheinen vor dem Auge des Betrachters, atmosphärisch aufgeladene Kompositionen, die den Eindruck erwecken, als seien sie einem Traum entsprungen!

André Evard, Hommage an Turner, 1955, Öl auf Hartfaserplatte, 27 x 40 cm.
André Evard, Hommage an Turner, 1955, Öl auf Hartfaserplatte, 27 x 40 cm.

Oft erst auf den zweiten Blick erschließt sich der inhaltliche Gehalt der Gemälde. So verbergen sich hinter den atemberaubenden Sonnenuntergängen gelegentlich religiöse Hinweise, ebenso wie sich Mahnungen an die Vergänglichkeit alles Irdischen erkennen lassen.

Die Bandbreite der Landschaftsdarstellungen im Werk von André Evard ist enorm, die künstlerische Entwicklung dieses Wegbereiters der Moderne lässt sich exemplarisch an den Werken der Ausstellung nachvollziehen. So finden sich unter den frühen Gemälden Evards Beispiele, die klar vom Jugendstil geprägt sind. Verträumte und ornamentale Abbilder realer Landschaften, die mit ihrer Schönheit jeden Betrachter gefangen nehmen.
Darauf folgen impressionistische Arbeiten, die gleich einer Momentaufnahme nicht die Landschaft selbst, sondern vielmehr deren Eindruck im Auge des Betrachters festhalten. Die fast flüchtige Malweise dieser Werke lässt das Interesse des Malers an dieser damals völlig neuen und revolutionären Auffassung der Malerei erkennen.

André Evard, Landschaft in Blau und Gelb, 1908.
André Evard, Landschaft in Blau und Gelb, 1908.

Spätere Werke wiederum erinnern an surrealistische Landschaften. Andere scheinen sich nahtlos in das Oeuvre eines Henri Michaux einzufügen, der, ähnlich wie Evard, Werke schuf, die in ihrer Intensität, Farbigkeit und schier grenzenlosen Fantasie zugleich atemberaubend wie verstörend wirken.

Neben den gegenständlichen Werken Evards zeugt sein Spätwerk von der intensiven Auseinandersetzung des Künstlers mit der Abstraktion. Sie gipfelt in Kompositionen, die in konstruktiver Manier zersprengte Fragmente von Landschaften und architektonischen Komponenten wiedergeben. Ein spannungsvoller Kontrast zu seinen frühen Interpretationen ähnlicher Motive und zugleich Zeugnis des Innovativen Geistes dieses großen Künstlers der Schweizer Moderne.

Marisa Ferreira, Depth, Space & Colour

Marisa Ferreira, Depth, Space & Colour

Ausstellung: 29.05 – 24.08. 2016

ASYMMETRIC COMPOSITIONS III_ (2)

Komplett ausverkauft war die letzte Ausstellung der Portugiesin Marisa Ferreira in der GALERIE MESSMER. Erst 33 Jahre alt, war die Künstlerin von Amerika bis nach China schon in vielen Ausstellungen vertreten. Sie ist fest in der internationalen Kunstwelt etabliert. Ab dem 29.05.2016 wird sie mit den neuesten Werken Ihres Schaffens wieder in Riegel gezeigt.

Mit großformatigen Arbeiten ist Marisa Ferreira auf vielen öffentlichen Plätzen und in Sammlungen präsent. So war monumentale Installation beispielsweise an der Fassade des Osloer Hauptbahnhofs. Zu den öffentlichen Sammlungen, in welchen Ferreira vertreten ist gehört das Museum Stavager, Norwegen.

Die drei Hauptkomponenten Farbe, Form und Raum vereint sie spannungsvoll zu dreidimensionalen Kompositionen. Die Bewegung des Betrachters wird dabei geradezu herausgefordert: erst im umschreiten des Werkes werden die einzelnen Muster und Farbstrukturen mit ihren verschiedenen Facetten sinnlich erlebbar! Es entsteht ein Raum-Zeit-Kontinuum, welches den jeweiligen Standpunkt des Betrachters direkt in das Bild einbezieht und damit über die passive visuelle Begegnung mit dem Kunstwerk hinausgeht.

Inspiration findet Marisa Ferreira in wissenschaftlichen Theorien zur menschlichen Wahrnehmung und Phänomenolgie. Diese übersetzt sie, in ihren hauptsächlich aus Aluminium und Sperrholz gearbeiteten Werken, in thematische Sequenzen.

Die Kunst ist von Leonardo Fibonaccis natürlichen Zahlenfolgen inspiriert. Ihrem Konzept aus „Zigzag“ Strukturen bleibt sie dabei auch in ihren neuen Werken treu. Diese sind zudem von Ideen des Philosophen Maurice Merlau-Ponty und des deutschen Physikern Werner Heisenberg beeinflusst. Vor allem in Ihrem Ausdruck des Raum-Zeit Verhältnisses findet sich Heisenbergs Modell der Quantenmechanik wieder. Die Werke ändern sich je nach Betrachtungswinkel. So wird der Besucher zum aktiven Bestandteil ihres Werkes. Damit vermittelt Ferreira soziale Zusammenhänge auf Basis von  Merleau-Ponty’s Thesen. Es wird betont, dass das einzelne Subjekt immer in einem ganz persönlichen Verhältnis zu seiner Umwelt und zu seinem gesellschaftlichen Umfeld steht.

SEO – Raum für Dich (Room for you)

27.08.2016 – 23.10.2016

Die GALERIE MESSMER beherbergte diesen Sommer einen besonderen Gast: Die koreanische Künstlerin SEO aus Berlin. Sie gehört zu den Stars der zeitgenössischen Kunstszene! Ihre Arbeiten sind ein Spiel aus Farben und Perspektive, mit denen sie die Empfindungen des Betrachters immer wieder heraus fordert.

Geboren um 1977 in Gwangju, in der Provinz von Seoul, zieht SEO 2001 nach Berlin, um die Universität der Künste zu besuchen. Dort wurde sie von 2003 bis 2004 Meisterschülerin bei Professor Georg Baselitz.

Neben hochkarätigen Preisen wie dem „Beijing Art Award“, dem „Meilenstein“ des Leopold-Hoesch-Museums oder dem „Award of Excellent Painting“ des National Art Museum of China hat SEO auch ein Stipendium als beste Studentin der Cho-sun Universität erhalten.  Sie nahm bereits an mehreren Biennalen Teil, wie der 54. Biennale in Venedig oder der Animamix Biennale in Shanghai. Dabei sind ihre Werke bereits in bedeutenden Sammlungen vertreten wie der des MoMA (Museum of Modern Art), dem Bundeskanzleramt, der Deutschen Botschaft in Teheran und dem Museo de Bellas Artes in Santander, Spanien. Zahlreich sind auch die Einzel- und Gruppenausstellungen in bedeutenden Galerien und Museen der Welt, von New York nach Berlin, von Beijing nach Mailand.

Schlussendlich beschreibt SEO ihre Arbeiten wie folgt: „Ich habe in meinen Arbeiten stets das Thema der Globalisierung und ihre Auswirkungen auf die Umwelt, Kultur und den Menschen in den Mittelpunkt gestellt. Dabei nutze ich die Technik der Collagierung, Dekonstruktion, Konstruktion von Bildelementen sowie Motiven fernöstlicher und westlicher Lebenswelten, um mich der Thematik sowohl formal als auch inhaltlich aus verschiedenen Positionen zu nähern und dabei immer wieder das Wesen der Dinge herauszuarbeiten“.

SEO, Raum für dich (Room for you), 2016, Acryl auf Leinwand, 200 x 165 cm.
SEO, Raum für dich (Room for you), 2016, Acryl auf Leinwand, 200 x 165 cm.

Die Ausstellung der koreanischen Künstlerin SEO in der GALERIE MESSMER war ein großer Erfolg. Es wurden größtenteils neue Arbeiten gezeigt, die noch nie vorher in der Öffentlichkeit präsentiert wurden.

SCHAREIN – FARBFELDMALEREI AUF DEN PUNKT GEBRACHT

Scharein: Farbfeldmalerei auf den Punkt gebracht 

AUSSTELLUNG: 28. Februar bis 25. Mai

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Scharein, Lichtgestalt 2010.

Nach dem großen Erfolg in 2014, hat die GALERIE MESSMER jetzt zum zweiten Mal die Ehre beeindruckende Werke von Günter Scharein auszustellen. Die Farbfelder des Berliner Künstlers erlauben ein Eintauchen in ungegenständliche, wie aus Licht bestehende, Farb-Raum-Flächen. Flanieren Sie durch völlig neue Welten des Seins.

Geboren 1949 in Niedersachsen, schmücken Schareins Werke heute die wichtigsten aller Sammlungen wie z. B. des Deutschen Bundestags, der Daimler Collection und der Staatsgalerie Stuttgart. Die Reden an seinen Vernissagen werden unter anderem von populären Persönlichkeiten wie Dr. Gregor Gysi gehalten, so war es zuletzt  in der Berliner Ausstellung der Firma Sanofi-Aventis – nur Schareins Bilder selbst, sind noch überzeugender.

Als „zickig“ beschreibt der Maler die Farbe Gelb und offenbart damit den menschlichen Aspekt in seinen akribischen Farbstudien. Das Emotionale ist in der Tat ein Hauptakteur in Schareins Werken. Der Künstler wünscht sich „dass sich die Betrachter mit Ihrer ganzen Erfahrung, Sinnlichkeit und Spiritualität“ auf seine Bilder einlassen.

Zeitgleich geht er mit größter Präzision und Genauigkeit vor, um die autonomen Eigenschaften in jeder Farbe zu ergründen. Der künstlerische Prozess basiert auf akkuratem Auftrag winziger Farbtupfer. Vom resultierenden Effekt machten schon die Pointilisten Gebrauch. Die minutiösen Punkte verschwimmen vor den Augen der Betrachter zu emotionsgeladenen „Farblandschaften“. Bis zu 17 farblich verschiedene Farbpunkte sind auf einem (!) Quadratzentimeter zu finden.

Diese entwickeln sich zu großen Pulsierenden Flächen mit einer Leuchtkraft von schier unglaublichem Ausmaß. Die Werke schwingen, vibrieren und verändern sich je nach Lichtverhältniß und Betrachtungswinkel. Schareins Bilder leben und strahlen unbändige Lebensfreude, Vitalität und Vielfalt aus. Lassen Sie sich anstecken und verzaubern!

MARISA FERREIRA – DEPTH, SPACE & COLOUR

Marisa Ferreira, Depth, Space & Colour

Ausstellung: 29.05 – 24.08. 2016

ASYMMETRIC COMPOSITIONS III_ (2)

Komplett ausverkauft war die letzte Ausstellung der Portugiesin Marisa Ferreira in der GALERIE MESSMER. Erst 33 Jahre alt, war die Künstlerin von Amerika bis nach China schon in vielen Ausstellungen vertreten. Sie ist fest in der internationalen Kunstwelt etabliert. Ab dem 29.05.2016 wird sie mit den neuesten Werken Ihres Schaffens wieder in Riegel gezeigt.

Mit großformatigen Arbeiten ist Marisa Ferreira auf vielen öffentlichen Plätzen und in Sammlungen präsent. So war monumentale Installation beispielsweise an der Fassade des Osloer Hauptbahnhofs. Zu den öffentlichen Sammlungen, in welchen Ferreira vertreten ist gehört das Museum Stavager, Norwegen.

Die drei Hauptkomponenten Farbe, Form und Raum vereint sie spannungsvoll zu dreidimensionalen Kompositionen. Die Bewegung des Betrachters wird dabei geradezu herausgefordert: erst im umschreiten des Werkes werden die einzelnen Muster und Farbstrukturen mit ihren verschiedenen Facetten sinnlich erlebbar! Es entsteht ein Raum-Zeit-Kontinuum, welches den jeweiligen Standpunkt des Betrachters direkt in das Bild einbezieht und damit über die passive visuelle Begegnung mit dem Kunstwerk hinausgeht.

 

Inspiration findet Marisa Ferreira in wissenschaftlichen Theorien zur menschlichen Wahrnehmung und Phänomenolgie. Diese übersetzt sie, in ihren hauptsächlich aus Aluminium und Sperrholz gearbeiteten Werken, in thematische Sequenzen.

Die Kunst ist von Leonardo Fibonaccis natürlichen Zahlenfolgen inspiriert. Ihrem Konzept aus „Zigzag“ Strukturen bleibt sie dabei auch in ihren neuen Werken treu. Diese sind zudem von Ideen des Philosophen Maurice Merlau-Ponty und des deutschen Physikern Werner Heisenberg beeinflusst. Vor allem in Ihrem Ausdruck des Raum-Zeit Verhältnisses findet sich Heisenbergs Modell der Quantenmechanik wieder. Die Werke ändern sich je nach Betrachtungswinkel. So wird der Besucher zum aktiven Bestandteil ihres Werkes. Damit vermittelt Ferreira soziale Zusammenhänge auf Basis von  Merleau-Ponty’s Thesen. Es wird betont, dass das einzelne Subjekt immer in einem ganz persönlichen Verhältnis zu seiner Umwelt und zu seinem gesellschaftlichen Umfeld steht.

 

André Evard
Farben der Natur

Wir laden Sie herzlich ein, ab dem 22. Juli 2018, unsere neue Ausstellung in der GALERIE MESSMER zu besuchen.

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Die Ausstellung André Evard – Farben der Natur  zeigt ausgewählte Werke des Schweizer Künstlers, bei denen er sich von der Schönheit des Zusammenspiels von Natur und Licht im Schweizer Jura inspirieren lies. 

Erleben Sie die farbgewaltigen Werke eines der bedeutendsten Künstler der Schweizer Moderne und Wegbegleiters von Le Corbusier!

andre evard
André Evard um 1920 © Association des amis d’André Evard

Zu sehen ist die Ausstellung vom 22. Juli bis zum 9. September 2018 in der
GALERIE MESSMER. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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[:de] „Urbane (T)Räume in Blau“, Romain Burgy & Nabil Gharsallah [:]

[:de]

15. November 2015 – 25. Januar 2016
Vernissage am 15. November 2015 um 11 Uhr

Der Kölner Künstler Romain Burgy, der 1952 in Frankreich geboren ist, und sein Schüler Nabil Gharsallah, setzen sich mit dem Thema der Wohnwelten auseinander. Die Urbanisierung, also die Ausbreitung und Veränderung städtischer Lebensformen, ist das Thema der Ausstellung „Urbane (T)Räume in Blau“. In ihren Werken stellen Burgy und Gharsallah den Wachstum der Städte aber auch die Wohnverhältnisse deren Bewohner dar. Dieses äußerst aktuelle Thema soll dem Betrachter die Sichtweise der Künstler auf die Wohnkulturen verschiedener sozialer Schichten sowie den Menschen in seinem Alltag präsentieren.

Unabhängig von den teilweise schwierigen Wohnverhältnissen der Menschen, stecken Burgys Werke voller Lebensfreude und motivieren auf eine sonnige Zukunft. 2010 hat der Künstler mit den Werken zu dem Motto „Better City, better Life“ die zeitgenössische Kunst der Bundesrepublik im Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung Expo in Shanghai vertreten. „Ich gebe nie etwas wieder, wie ich es gesehen habe, sondern wie ich es sehen will“, so Romain Burgy. Seine Bilder leuchten von innen heraus und deren Meisterwerke, Menschen und Stimmungen fängt der Künstler in kräftigen Farben ein. In jedem Bild ist die fliegende Zitrone zu entdecken, die Burgy, statt seines Namens, als seine ganz individuelle Signatur verwendet. Sie ist das Sinnbild für das Mediterrane, den Süden, die Sonne.

Das intensive, strahlende Blau hat eine besondere Bedeutung für den Künstler und ist wie die fliegende Zitrone sein Markenzeichen. Einerseits deutet die blaue Farbe auf die Herkunft des Künstlers – den Mittelmeerraum – hin. Das Licht und Farben dieser Region haben den Künstler bereits in seiner Kindheit geprägt und inspiriert. Anderseits hat die Farbe Blau für Burgy einen tiefen geistigen Sinn: So verkörpert das Blau als Farbe des Himmels die Unendlichkeit unserer Möglichkeiten und steht symbolisch für die Sehnsucht und Phantasie… Mag sich hierin eine Sehnsucht nach einer besseren Welt ausdrücken? Das kräftige Blau versetzt den Betrachter in einen Zustand des Träumens und führt ihn zu seiner ernsthaften Sicht der Dinge nach innen. Nicht zufällig soll der Betrachter die urbanen Räume in Blau wahrnehmen.

Wie z. B. Yves Klein mit seinen blaumonochromen Bildern stellen einige Künstler der Kunstgeschichte die Farbe Blau in den Mittelpunkt ihrer Kunst. Wassily Kandinsky, der unter anderem in der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“ mitwirkte, schrieb 1910 in seinem berühmten Buch „Über das Geistige in der Kunst“: „Die Neigung des Blaus zur Vertiefung ist so groß, dass es gerade in tieferen Tönen intensiver wird und charakteristischer innerlich wirkt. Je tiefer das Blau wird, desto mehr ruft es den Menschen in das Unendliche, weckt in ihm die Sehnsucht nach Reinem und schließlich Übersinnlichem“ (Lit. Kandisnky, S.92). Doch der Ursprung der Symbolik der Farbe Blau findet sich bereits im alten Ägypten. Die Ägypter sahen im tiefen Blau des Wassers das Leben und im unermesslichen Blau des Himmels das Göttliche.

Romain Burgy hat eine unverwechselbare Bildersprache, die eine junge Generation von Künstlern inspiriert. So hat Nabil Gharsallah, ein junger, aufstrebender Künstler aus Köln, die Gelegenheit durch seinen Lehrer Romain Burgy eine einmalige Technik kennenzulernen und dabei gleichzeitig seinen individuellen Stil zu entwickeln. Neben seiner Ausbildung an der Film Acting School in Köln, widmet sich Nabil Gharsallah dem Malstudium im Atelier von Romain Burgy. Die Protagonisten, die er im Schauspiel verkörpert, finden sich in seinen Kunstwerken wieder. Das Tandem beschäftigt sich voller Optimismus und Zuversicht mit sozialen Fragen und vermittelt ihre Hoffnung in die Zukunft.

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[:de]Marisa Ferreira – “Space, Rhythm and Movement“[:]

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Die Galerie Messmer präsentiert mit der Portugiesin Marisa Ferreira eine junge, aufstrebende Künstlerin, deren Werk mehr und mehr internationale Beachtung erfährt. Ihre teils großformatigen Wandinstallationen zieren öffentliche Gebäude und viele ihrer Werke befinden sich bereits im Besitz öffentlicher Sammlungen. Die Kunst Marisa Ferreiras ist dabei gekennzeichnet durch einen experimentellen Umgang mit Farbe, Form und Raum. Diese drei Komponenten vereint sie spannungsvoll zu dreidimensionalen Kompositionen, die die Bewegung des Betrachters geradezu herausfordern. Erst im Umschreiten des Werkes werden die einzelnen Muster und Farbstrukturen mit all ihren verschiedenen Facetten sinnlich erlebbar. Es entsteht ein Raum-Zeit-Kontinuum, welches den jeweiligen Standpunkt des Betrachters direkt in das Bild einbezieht und damit über die passive visuelle Begegnung mit dem Kunstwerk hinausgeht.

Inspiration findet Marisa Ferreira in wissenschaftlichen Theorien zur menschlichen Wahrnehmung und Phänomenolgie, die sie in ihren hauptsächlich aus Aluminium und Sperrholz gearbeiteten Werken in mathematische Sequenzen übersetzt. Ihr neuestes Kunstprojekt „Space, Rhythm and Movement“ baut dabei auf ihre früheren, von Leonardo Fibonaccis Folgen natürlicher Zahlen beeinflussten „Zigzag“-Strukturen auf. Doch erweitert sie dieses eher mathematische Konzept nun mit den Lehren des französischen Philosophen Maurice Merleau-Ponty und des deutschen Physiker Werner Heisenberg.

In „Space, Rhythm and Movement“ äußert sich dies durch den Einbezug eines Raum-Zeit-Verhältnisses, wie es Heisenberg in seinem Modell der Quantenmechanik formuliert hat. Indem Ferreira den Betrachter als aktiven Bestandteil ihres Werkes integriert, vermittelt sie in ihrer Kunst auf der Basis von Merleau-Ponty’s Thesen soziale Zusammenhänge. Je nachdem, aus welcher Position das Werk angeschaut wird, wandelt sich auch das Bild vom Bild. So wird erfahrbar, dass das einzelne Subjekt immer in einem ganz persönlichen Verhältnis zu seiner Umwelt und zu seinem gesellschaftlichen Umfeld steht.

KURZBIOGRAPHIE
Marisa Ferreira wurde 1983 in der nordportugiesischen Stadt Guimarães geboren. Sie erhielt für ihre künstlerische Leistung bereits zahlreiche Stipendien und Preise. Ihr Studium absolvierte sie von 2002 bis 2007 an der Universität von Èvora und bis 2008 an der Fakultät de Belas-Artes in Porto. Seit 2008 lebt und arbeitet sie in Oslo. Die zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland bezeugen die Anerkennung ihrer künstlerischen Leistung und viele ihrer Werke sind weltweit in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten: u.a. in der Sandnes und Bærum Kommune in Bergen, im Norwegischen Finanzamt in Oslo, in der Sammlung des Energiekonzern ConocoPhillips, im Stavanger Kunstmuseum und der Wintershall Art Collection. Außerdem beteiligte sich Ferreira an öffentlichen Kunstprojekten. So gestaltete sie die Fassade des Osloer Hauptbahnhofs, das Treppenhaus für die Ulsmåg Schule in Bergen sowie den Haupteingang der Bohrinseln Ekofisk 2/4L.[:]

[:de]Werner Dorsch & Francis Tabary – Illusion Total[:]

[:de]

Werner Dorsch (*1952, Heilbronn) und Francis Tabary (*1949, Anould, Frankreich) vereint das Spiel mit optischen Täuschungen. Tabary erhielt 1991 den Weltmeistertitel für selbstkreierte Zaubertricks. Gemäß dem Motto „nichts ist wie es scheint“ erschafft Dorsch durch die präzise Anordnung geometrischer Formen in feinen Schattierungen scheinbar dreidimensionale Räume auf der Leinwand. Seine Farbpalette bleibt meist in den Nuancierungen von Grau, Weiß und Schwarz. Seltener hält Farbe Einzug in seine Arbeit. Der Künstler bezieht sich auf die Op- Art und die Konkrete Kunst.

Francis Tabary geht sogar noch einen Schritt weiter. Er scheint die Dreidimensionalität zu durchbrechen, indem er mit seinen Skulpturen eine scheinbar unmögliche Raumstruktur schafft. Sie erzeugen einen unheimlichen Eindruck von Schwerelosigkeit, Leichtigkeit und kompletter topologischer Unmöglichkeit, die sowohl das Auge als auch den Verstand herausfordern. Seine Werke lassen den Betrachter fortwährend im Unklaren zwischen dem Wirklichen und dem Unwirklichen.

Öffnungszeiten während der Ausstellung: Di- So, 11- 17 Uhr[:]