Patrizia Casagranda (*1979)
GOLDEN DREAM
30. August 2026 - 11. Oktober 2026
Wer einem Werk von Patrizia Casagranda begegnet, erkennt schnell, dass hier weit mehr geschieht als Malerei. Die 1979 in Stuttgart geborene deutsch-italienische Künstlerin, die heute in Krefeld lebt und in Deutschland, den Niederlanden und Indien arbeitet, zählt zu den prägenden Positionen der zeitgenössischen deutschen Kunst.
Mit ihren unverwechselbaren „Sculptural Dot Paintings“ hat sie sich international einen Namen gemacht und wurde unter anderem mit dem „Lorenzo il Magnifico Award“ der Biennale Florenz (2021 und 2023), dem „Awarded Artist“ der Biennale d’Arte di Roma, dem Spotlight Award der Art Expo New York sowie dem Golden Art Award der Osten Biennale ausgezeichnet.
Patrizia Casagranda (*1979) verbindet mit ihren „Sculptural Dot Paintings“ die Tradition der klassischen Porträtmalerei mit einer reliefartigen, dreidimensionalen Bildsprache, die Malerei, Objekt und Struktur auf einzigartige Weise vereint.
Durch ein eigens entwickeltes Verfahren aus historischen Pigmenten sowie einer speziellen Mörtel-Gips-Mischung entstehen Werke von außergewöhnlicher räumlicher Präsenz, deren Wirkung sich mit jedem Wechsel von Licht und Blickwinkel verändert.
In ihrer künstlerischen Sprache vereint Casagranda Einflüsse aus Pop Art, Urban Art, Materialkunst und Recycling Art zu einer eigenständigen zeitgenössischen Bildästhetik. Reliefartige Punktstrukturen, typografische Fragmente, Schablonen, Raster und gesprühte Flächen verbinden sich mit recycelten Materialien zu vielschichtigen Kompositionen, deren Motive sich oft erst aus größerer Distanz vollständig erschließen.
Seit 2016 arbeitet die deutsche Künstlerin freischaffend und hat sich mit ihrer charakteristischen Technik international einen Namen gemacht. Im Mittelpunkt von Casagrandas Schaffen stehen Menschen – insbesondere Frauen:
Sie porträtiert ikonische Persönlichkeiten der Kunstgeschichte z.B. „Mädchen mit PERLENOHRRING“ oder „GOLDEN KAHLO“, ebenso wie Frauen aus unterschiedlichen Kulturen und gesellschaftlichen Kontexten.
Ihre Werke erzählen von Identität, Würde, Vielfalt und Menschlichkeit und greifen Themen wie Gleichberechtigung, Toleranz, Humanismus und kulturellen Dialog auf. Werkserien wie „Belief“ und „Diversity“ setzen sich mit Religion, gesellschaftlicher Vielfalt und dem respektvollen Miteinander auseinander. Dabei vermeidet die Künstlerin plakative Aussagen und schafft Bilder, die emotional berühren und zugleich gesellschaftliche Fragestellungen eröffnen.
Den Grundstein ihrer Laufbahn legte Casagranda mit einem ausgezeichnet abgeschlossenen Designstudium mit Schwerpunkt Illustration. Anschließend arbeitete sie als Grafikerin und Art-Direktorin und entwickelte Konzepte unter anderem für den Künstler Günther Uecker (1930 – 2025) und Markus Lüpertz (*1941). Diese gestalterische Präzision prägt ihre Kunst bis heute.
Ihre Arbeiten verbinden ästhetische Innovation mit gesellschaftlichem Engagement und schaffen Aufmerksamkeit für zentrale Themen unserer Zeit: Respekt, Menschlichkeit, Umwelt und den Umgang miteinander.